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Zaostrog
Zaostrog ist eine touristische Siedlung an der Küste von Makarska und 35 km von Makarska entfernt.
Die Geschichte
m Jahre 1494 wird sie zum ersten Mal in Schriftdenkmälem erwähnt, aber das Leben in diesem Gebiet entwickelte sich auch in der weit entfernten Vorzeit, worüber auch der Granitmühlstein aus der jüngeren Steinzeit zeugt, der im Jahre 1953 in Viter, einem Berg oberhalb von Zaostrog , gefunden wurde. Zaostrog wurde von der alten Illyrern angesiedelt, was zahlreiche Nekropolen (Gräberfelder) bestätigen. In der Zeit der römischen Herrschaft entwickelte sich ein reiches Kulturleben, worüber zahlreiche antike Denkmäler zeugen, besonders die Steinreliefe des Tänzers und Flötenspielers in der illyrischen Volkstacht, das Relief des Gottes Mithras und zwei Grabdenkmäler. Nach der Ankunft der Kroaten im 7.Jahrhundert erhält die Siedlung den slowenischen Namen Ostrog, die ungefähr im Jahr 950 von dem byzantinischen Kaiser Konstantin als eine der vier hefestigten Städe "Paganiens" des Fürstentums Neretva (Mokron, Berulia, Ostrok, Labinetza ) erwähnt wurde. Das mittelalterliche Ostrog (Festung) befand sich hoch am Berg unterhalb von Mali Viter. Später entwickelte sich im Norden des Feldes von Zaostrog unterhalb des Berges Šapašnik und nordwestlich von Prfigogenetovo eine neue Siedlung, die Zaostrog genannt wurde. Im XV.Jahrhundert waren die feudalen Herrscher von Zaostrog kroatische Adelige, die Brüder Vlatkovići-Jurjevići, die eine befestigte Stadt am Viter hatten, worüber die Ruinen zeugen, Reste alter Festungen, unter welchen man die Steinschwelle mit dem Handrelief hervorhebt. Im 17.Jahrhundert siedelt sich ein Teil der Bewohner von Zaostrog an der Meeresküste an und nach dem Erdbeben im Jahre 1962 siedein sich alle Bewohner an der oberen Siedlung am Meeresgebiet an. In der alten Siedlung von Zaostrog befinden sich drei Kirchen: eine alte gotische Kirche der Hl.Barbara mit dem Grab im antiken Teil, die kleine Kirche des Hl.Rochus aus dem 17.Jahrhundert und die neuere Kirche der Hl. Barbara aus dem Jahre 1872. Neben den erwähnten Kirchen befinden sich drei kleine Kapellen: Hl.Anton im Dorf (1893), die Muttergottes auf Kučine (1911) und Hl.Elias auf Prosika 1894). Das größte und wichtigste Kulturdenkmal auf diesem Gebiet und um Umgebung ist das Franziskanerkloser der Hl.Maria. Man nimmt an, daß das Kloster im 14.Jahrhundert gegründet wurde. Es wurde von den Mönchen "Eremiten des Hl.Augustinus", Augustiner genannt, gegrüdie es nach dem Fall Bosniens im Jahre 1463 verlassen und sich auf die Inseln zurückgezogen haben. Im Jahre 1468 haben sich Franziskaner aus der Provinz Bosna Srebrena im verlassenen Kloster angesiedelt, in welchem sie sich auch heute befinden. Die Franziskaner haben so das Kloster in den schweren Zeiten unter der türkischen Herrschaft auf Trab gebracht, sodaß der Generalvisitator aus Rom im Jahre 1640 es als schönstes Kloster der großen Provinz deklariert hat. Eines der wichtigeren Kulturdenkmäler, das das kulturelle Niveau des Klosters dieser Zeit reflektiert, ist die Steininschrift, die in kroatischer Sprache und Schrift (Bosančica) im Jahre 1589 geschrieben wurde und sich oberhalb des Kirchenhaupteinganges befindet. Das Kloster in Zaostrog war zu dieser Zeit ein weltbekanntes Sanktuarium, welches in die Liste der Muttergottesstätten in der ganzen Welt einging. Das Kloster hatte eine bedeutende Aufklärungsrolle. In den 500 Jahren seines Bestehens war dort die Schule für die Möncherziehung tätig. Noch in der Zeit der türkischen Herrschaft im Jahre 1640 wurde dort die Grund-und humanistische Schule und später vomGymnasium bis zu Philosophie und Theologie abgehalten. Das Klosterverfügt über eine reiche Bibliothek mit ungefähr 20 000 Büchern und einen Archivfond. Unetr den zahlrechen bekannten Namen der kroatischen Kultur und der Geschichte im Kloster in Zaostrog arbeitete auch einer der berühmtesten, nämlich Bruder Andija Kačić Miošić, welcher Schriftsteller und Philosoph war. Er wurde im Jahre 1704 in Brist geboren und ist im Jahre 1760 in Zaostrog gestorben. Ferner war dort auchder kroatische Schriftsteller und Dichter Bruder Ivan Despot (1886) tätig. Bruder A.K.Miošić-"Der alte Mann Milovan", wie er sich selbst nannte, schulte sich im Kloster Zaostrog, ist in den Franziskanerorden eingetreten, hat all seine Schriftstücke geschaffen, ist im Franziskanerkloster gestorben und auch begraben worden. Häufig wind das Kloster in Zaostrog auch das "Kačićkloster" genannt. In dem Kloster befindet sich eine Bildergalerie eines der bekanntesten kroatischen Maler Mladen Ve˛a, der in Brist im Jahre 1916 geboren wunde. Das Klostermuseum beinhaltet auch eine ethnologische Sammlung,Bauernmöbel und Werkzeuge, sowie verschiedene Exemolare kroatischer Volkstrachten. Die Sammlung ist im Register der beweglichen Kulturdenkmäler unter Staatsschutz eingetragen. In dem Klosergarten ist ein botanischer Garten mit über 250 Pflanzen bepflanzi, unter welchen folgende hervorgehoben werden: sieben verschiedene Mimosearten, fünf verschiedene Palmensorten und Ahorne, vier Eukalyptusorten, chinesischer Bombonbaum, chinesische Johannisbeere etc.
 
Zaostrog heute
Heute ist Zaostrog eine touristische Siedlung des südlichen Küstenlandes von Makarska , die zur Gänze dem Tourismus gewandt ist. In Zaostrog leben ca. 350 Einwohner, die sich hauptsächlich mit Gastwirtschaft und Tourismus beschäftigen. Der Ort verfügt über ca. 750 Betten in Privatunterkünften, Privatvillen und Pensionen, sowie ungefähr 600 Unterkunftseinheiten im Autocamp "Viter". Es befindet sich in dem dauergrünen Tal, umgeben von den Umhängen von Biokovo mit wunderschönen Stränden und mit einer reichen geschichtlichen Kulturtradition in der unmittelbaren Umgebung zahlreicher attraktiver Ausflugsorte stellt Zaostrog einen anziehenden Ort für einen angenehmen Urlaub dar.
 
 
 
 
 
 
 
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fri, 16. may 2008
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